Herbert Ernst ist Schützenkönig. Felix Stähle ist Kronprinz

 Ergebnisse vom Sommer- und Herbstschießen

Neuer Schützenkönig: Herbert Ernst (rechts) und neuer Kronprinz: Felix Stähle.

Nachdem im vergangenen Jahr diese Traditionsschießen auf Grund von Corona gänzlich entfallen mussten und auch in diesem Jahr kein Sommerschießen stattfinden konnte, hatten sich Vorstand und Ausschuss etwas Besonderes einfallen lassen.

Um die Attraktivität möglichst hochzuhalten, wurde ein Grillabend parallel zur Siegerehrung geplant und durchgeführt. Diese Grillaktion wurde von Frank Röscher und einem Kollegen von den BBQ Rebellen durchgeführt. Frank ist ein langjähriges und verdientes Gildemitglied und hat bei den deutschen Grillmeisterschaften mit seinem Team den sechsten Platz belegt. Da zu guten Essen auch Flüssiges gehört, haben die Gildemitglieder Birgit und Horst Kress sowie Dr. Eckart Reicherter dieses gestiftet. Hans-Joachim Ohnemüller steuerte zusätzlich noch 5 Liter Wein hinzu. Vielen Dank! Die Kosten für das Grillen wurden von der Schützengilde übernommen.

Alles in allem war die Veranstaltung ein großer Erfolg. Nahezu 60 Gildemitglieder mit ihren Gästen konnten begrüßt werden. Auf Grund dieser Resonanz besteht der Plan, ein solches Event auch im kommenden Jahr beim Sommerschießen stattfinden zu lassen.

Aber natürlich stand auch die schießsportliche Betätigung im Vordergrund. Ausgeschossen wurden die Traditionsdisziplinen Schützenkönig und Eninger Becher. Hier gab es zwei Überraschungssieger, die selbst nicht mit einem solchen Erfolg gerechnet hatten.

Schützenkönig wurde Herbert Ernst, gefolgt von Dr. Eckart Reicherter (erster Ritter), Thomas Deuschle (zweiter Ritter) und Frank Stähle (Dritter Ritter). Thomas Deuschle war der vormalige Schützenkönig, der die Königskette auf Grund von Corona 2 Jahre tragen durfte. Geschossen wurde mit dem Traditionsstutzen auf 100 Meter Entfernung.

Kronprinz wurde Felix Stähle, gefolgt von Marc Lutz, Nils Müller, Louisa Strähle, Henrik Merz und Cloe Strähle. Diese Disziplin wurde mit dem Zimmerstutzen auf 15 Meter ausgeschossen. Teilnahmeberechtigt waren Jugendliche bis 20 Jahre.

Das zweite wichtige Ereignis war das Schießen um den Eninger Becher, der von Gildemitgliedern nur einmal in ihrem Schützenleben gewonnen werden kann. Auch hier war die Überraschung groß. Mit dieser Siegerin hatte keiner gerechnet, am wenigsten die Gewinnerin selbst. Auch dieser Wettbewerb wird auf 100 Meter mit dem Traditionsstutzen ausgeschossen. Und hier erreichte Tanja Lutz mit einem hervorragenden 431 Teiler den ersten Platz und damit den Eninger Becher.

Den zweiten Platz erreichte Katrin Rudau mit einem 2.188 Teiler gefolgt von Konrad Walter auf dem dritten Platz mit einem immer noch guten 2.761 Teiler.

Eine große Beteiligung erfuhr auch das Schießen auf die Festscheibe, die in diesem Jahr unter dem Motto Corona stand und von Tanja und Matthias Lutz gestiftet wurde. Insgesamt 33 Schützen beteiligten sich an diesem Schießen, wobei die Scheibe im Schützenhaus verbleibt.

Den besten Schuss gab Grillmeister Frank Röscher ab, der sich neben seiner Grilltätigkeit auch noch schießsportlich beteiligen konnte. Den zweitbesten Schuss gab Mattias Schöneberg ab, gefolgt von Stifterin Tanja Lutz. Alle erhielten als Preis ein alkoholisches Erfrischungsgetränk (Sekt), abgestuft nach der Platzierung.

Eine weitere Disziplin für die Gewehrschützen ist der Alterspokal, der sich aus den geschossenen Teiler-Ergebnissen von Luftgewehr und Zimmerstutzen zusammensetzt. Platz 1 erreichte Konrad Walter (LG 196,3 Teiler und ZiStu 230,3 Teiler) mit einem Ergebnis von 426,6 Gesamtteiler, gefolgt auf Platz 2 von Dr. Eckart Reicherter (LG 303,2 Teiler und ZiStu 128,4 Teiler) was ein Ergebnis von 431,6 Gesamtteiler ergibt. Den dritten Platz belegte Thomas Deuschle mit (LG 190,7 Teiler und ZiStu 434,8 Teiler) entspricht einem Gesamtteiler von 625,6.

Ein Pokal, den Pistolenschützen vorbehalten, ist der von Dr. Harald Barth gestiftete Großkaliberpokal. Diesen gewann in diesem Jahr Paul Beirit mit einem 1.516 Teiler, gefolgt auf Platz 2 von Wolfram E. Mewes mit einem 2.027 Teiler und auf Platz 3 von Frank Röscher mit einem 2.259 Teiler.

Ein weiterer Preis ist der sogenannte Schwarzer-Häger-Becher dessen Name von dem gleichnamigen Getränk abgeleitet wurde und mehr im Norden konsumiert wird. Dieser Becher wurde von unserem Gildemitglied Axel Timm gestiftet. Er ist in der Schützengilde 1270 der Stadt Uelzen der Leutnant der 1. Kompanie. Der Preis für den ersten Platz ist eine Flasche des gleichnamigen Getränks. Diesen erreichte Hans-Joachim Ohnemüller, der den Becher für ein Jahr behalten darf, die Flasche aber selbst oder in Gesellschaft austrinken darf.

Jugendliche dürfen erst nach dem vollendeten 12 Lebensjahr mit dem Luftgewehr schießen. Ab 10 Jahren besteht aber die Möglichkeit, mit dem Lichtgewehr zu schießen, bei dem statt mit einer Kugel mit einem Lichtstrahl geschossen wird. Hier erreichte Greta Strähle, unser jüngstes Neumitglied als besten Schuss eine 10,2. Herzlichen Glückwunsch.

Eine hohe Attraktivität besitzen die sogenannten Glücksschießen, da es neben der Ehre auch Geldpreise zu gewinnen gibt.

Beim Glücksschießen mit dem Luftgewehr verwiesen 3 Damen die männlichen Schützen auf die Plätze. Es gewannen Katrin Rudau (77,0 Teiler), Theresa Schletzer (95,5 Teiler) und Regina Müller (154,6 Teiler).

Beim Glücksschießen mit der Luftpistole gab es einen Überraschungssieger. Unser Neumitglied Prof. Dr. Jochen Strähle erreichte mit einem 178,0 Teiler den ersten Platz. Hier sieht man, das sich regelmäßiges Training auszahlt. Platz zwei erreichte, nicht ganz unerwartet Hans-Joachim Ohnemüller mit einem 239,7 Teiler, dicht gefolgt von Patrick Lutz mit einem 243,4 Teiler.

Das Glücksschießen mit dem KK-Gewehr wurde dann wieder von den „Gewehr-Profis“ dominiert. Platz 1 erreichte Dr. Eckart Reicherter mit einem 73 Teiler, Platz zwei Konrad Walter mit einem 104 Teiler. Obwohl Pistolenschütze, erreichte Achim Waibel, mit einem 150 Teiler Platz 3. Erwähnenswert ist auch die Tatsache, dass die Plätze 4 bis 6 von Gildeschützen, die über 80 Jahre alt sind, belegt wurden. Zu diesen gehörten Fritz-Jörg Boley und Bruno Fischer, sowie Hannes Trissler, der in diesem Jahr sogar sein 90. Lebensjahr feiern darf. Herzlichen Glückwunsch auch für eure Treue zur Gilde.

Auch beim Glücksschießen mit der Kleinkaliber-Sportpistole war eine rege Beteiligung zu verzeichnen. 24 Schützen gingen an den Start. Hier belegte Jungschütze Felix Stähle, unser neuer Kronprinz, mit einem 507,2 Teiler den ersten Platz, gefolgt von Markus Wauro auf Platz 2 mit einem 654 Teiler und Hans-Joachim Ohnemüller mit einem 750,2 Teiler auf Platz 3.

Das Glücksschießen mit der Großkaliber-Sportpistole gewann Paul Beirit mit einem 154,5 Teiler. Frank Röscher, unser Grillmeister, sicherte sich Platz 2 mit einem 621, 5 Teiler und Platz 3 ging an Katrin Rudau mit einem 640 Teiler, eigentlich von Haus aus eine Gewehrschützin, die in ihrem „Nebenberuf“ auch Landesjugendleiterin und darüber hinaus auch noch Bezirksjugendleiterin ist.

Da den ganzen Samstag ein wunderschönes Herbstwetter herrschte, konnte das Grillen und die Siegerehrung auf dem Freisitz der Schützengilde erfolgen. Erst am späteren Abend wurde es dann doch empfindlich kühl, sodass die letzten Gäste gegen 21:30 Uhr den Heimweg antraten.

Wolfram E. Mewes
Oberschützenmeister